DAS ERSTE TRIMESTER (WOCHE 1-12)

⟡ Von Sodbrennen, Müdigkeit und dem größten Wunder dieser Welt ⟡

Mein erstes Schwangerschaftsupdate! Wahnsinn. So richtig glauben kann ich es manchmal noch nicht, dass ich wirklich schwanger bin. Das wir in diesem Herbst Eltern von zwei Kindern sein werden... Diese Reise ist so wundervoll und unglaublich zugleich. Ich freue mich, dass du an meinem Glück teilhaben möchtest!

So richtig vorstellen konnte ich mir auch nicht, dass die zweite Schwangerschaft so viel schneller an einem vorbei zieht als die erste. Immer wieder haben mir Zweifach-Mamas gesagt ich solle die Zeit der zweiten Schwangerschaft genießen, denn sie würde so viel schneller vergehen.
Und nun sitze ich hier und befinde mich schon in der 16. Schwangerschaftswoche. Genauer gesagt bin ich 15 Wochen und 6 Tage schwanger. Genau 111 Tage. Und eines kann ich euch verraten: Diese ersten 111 Tage waren leider kein Spaß!
In meiner ersten Schwangerschaft wurde ich so richtig verwöhnt. Kein einziges Mal war mir damals übel. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich dauerhaft müde war und auch dauerhaft Appetit hatte. Aber das waren Wehwehchen, mit denen ich prinzipiell gut leben konnte.

Anders war es dieses Mal. Ende Januar waren wir für ein Wochenende Skifahren. Ich hatte mich so richtig darauf gefreut, denn endlich sollten wir mal wieder ein bisschen kinderfreie Zeit als Paar genießen können. Von diesem Wochenende hatte ich leider so gar nichts , da ich fast die gesamte Zeit mit starker Übelkeit im Bett verbrachte. Übergeben musste ich mich nicht, jedoch wäre mir das wesentlich lieber gewesen als dieses beständig flaue Gefühl in der Magengegend. Die Nahrungsaufnahme wurde zu einer Qual, nicht zuletzt weil zu der Übelkeit auch noch Sodbrennen dazu kam. Ich konnte also entweder nichts zu mir nehmen, weil mir übel war oder weil ich von fast allen Lebensmitteln Sodbrennen bekam. Einzig Vollkorntoast mit Quark und Marmelade bekam ich lange Zeit herunter, ohne danach Qualen zu leiden.

Ich möchte mich gar nicht beschweren, weil jede Schwangerschaft ein Wunder ist. Ich bin so glücklich, dass es nach einer etwas länger dauernden Übungsphase endlich geklappt hat. Ich bin so glücklich, dass ich das Wunder schwanger zu werden überhaupt erleben darf. Aber dennoch macht es den Alltag mit einem Kleinkind nicht unbedingt leichter, wenn Mama ständig ausfällt. An dieser Stelle muss ich T. (meinen Ehemann) hoch in den Himmel loben. Oft hatte er selbst lange Tage bei seiner Arbeit und übernahm am Nachmittag trotzdem zusätzlich meine Aufgaben. Er holte unseren Sohn aus dem Kindergarten ab und ging mit ihm raus, damit ich mich ausruhen konnte. Er fuhr mit ihm einkaufen, wenn ich mal wieder auf der Couch lag und nur schlafen wollte.
Erst kürzlich war er Papa und Mama in eins, weil ich komplett krank war. Fieber und eine anschließende heftige Erkältung mit starkem Husten knockten mich komplett aus. Auch heute, etwas mehr als zwei Wochen nach diesem "Fieber-Wochenende" bin ich noch nicht zu 100 Prozent wieder gesund.

Aber genug von all der Negativität. Seit kurzer Zeit fühle ich mich wohler in meiner Haut. Abgesehen von der noch andauernden Erkältung geht es mir nämlich endlich besser. Das Sodbrennen flacht langsam ab. Ich muss während dieser Schwangerschaft mehr darauf achten was ich esse aber kann sehr gut damit leben, da sich das natürlich auch positiv auf die Gewichtszunahme auswirkt. Als ich damals mit J. schwanger war, hatte ich zu diesem Zeitpunkt nämlich bereits stolze 7,5 kg zugenommen. Momentan sind es erst 3 kg. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass ich einfach bewusster esse und mich insgesamt gesünder ernähre. Falls es euch interessiert, kann ich zum Thema "Schwangerschaft und Gewicht" gerne noch einen seperaten Beitrag verfassen, da ich meine Ängste zum Thema "Gewichtszunahme" sicher mit vielen anderen werdenden Mamas teile.

Unserem zweiten Baby geht es in meinem Bauch bisher prima. Er oder sie müsste zu diesem Zeitpunkt knappe 100 g wiegen und knapp über 10 cm groß sein. Ich habe das erste große Screening bereits seit SSW 13 hinter mir. Das zweite folgt in 4-5 Wochen. Vielleicht haben wir dann sogar ein bisschen Glück und erfahren das Geschlecht unseres Kindes.
Ich persönlich würde mich auch gerne überraschen lassen aber von dieser Idee kann ich den werdenden Papa leider nicht überzeugen. Der ist nämlich einfach viel zu neugierig und möchte gerne wissen, ob er demnächst auch ein Mädchenpapa sein wird oder noch ein kleiner Stammhalter weiteres Familienmitglied wird.
Und mir ist es dieses mal wirklich völlig egal, obwohl ich von allen Seiten zu hören bekomme, wie schön es doch wäre, würden wir ein Mädchen bekommen. Auch zu diesem Thema könnte ich Bücher schreiben. Ist eine Familie erst dann komplett, wenn sie aus Mama, Papa, einem Jungen und einem Mädchen besteht?! Meiner Meinung nach nicht, denn letzten Endes kommt es darauf an, dass die Kinder gesund sind und sie in einer behüteten Umgebung aufwachsen können. Das Geschlecht der Kinder spielt dabei keine Rolle.

Spüren kann ich unser zweites Wunder übrigens noch nicht und auch mein die Größe meines Bauches hält sich noch stark in Grenzen. An manchen Tagen habe ich wirklich das Gefühl gar nicht schwanger zu sein, weil der Bauch fast verschwindet. Auch dahingehend unterscheiden sich meine Erfahrungen von denen anderer Zweifach-Mamas. Von allen Seiten habe ich immer gesagt bekommen, dass der Bauch in der zweiten Schwangerschaft viel schneller wächst und auch Kindsbewegungen früher zu spüren seien. Sorry, an dieser Stelle bin ich raus! Diese Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht. Ganz im Gegenteil. Ich habe eher das Gefühl einen kleineren Bauch zu haben als in der ersten Schwangerschaft, was sicherlich auch daran liegt, dass ich im Gesamten noch nicht so stark zugenommen habe wie damals.
Ich bin zufrieden mit der bisherigen Entwicklung, mit meinem Gewicht und mit der Gesamtsituation.
Ich genieße die Zeit, die ich meinem Erstgeborenen noch widmen kann, bevor Baby Nr.2 sich auf den Weg macht so richtig. Ab diesem Herbst wird alles anders sein. Wir werden Eltern von zwei Kindern sein! 

Ich kann diese Zeit auf der einen Seite gar nicht abwarten und möchte die Schwangerschaft auf der anderen Seite so gut genießen, wie ich kann. Denn jetzt habe ich noch die Möglichkeit J. meine volle Aufmerksamkeit zu schenken, bin nur für ihn da.
Ich freue mich auf alles, was vor uns liegt. Freue mich vor allem darauf J. als großen Bruder zu erleben. Allein bei dem Gedanken an zwei Kinder in meinem Arm, kommen mir die Tränen...


Alles Liebe,
Lisa




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