Twinkle twinkle little star...

... oder auch: Der Versuch, Joris im eigenen Zimmer schlafen zu lassen.


Es ist eigentlich eine Woche, wie jede andere auch. Joris geht brav um 20:30 Uhr schlafen, nachdem er sein letztes Fläschchen bekommen hat. T. und ich verbringen einen schönen Abend im Wohnzimmer, aus dem Babyfon kommt kein Mucks, Joris schläft selig. 22 Uhr, Schlafenszeit für mich. Ab ins Bad, "bettfertig" machen. Ich schleiche mich in unser Zimmer und bis zu dem Zeitpunkt schläft Joris seelenruhig. Ich lege mich neben ihn in mein Bett und genau ab diesem Zeitpunkt geht es los. Er wird unruhig, wuselt hin und her und es dauert ewig bis er wieder tief schläft. Genau so geht das ein paar Tage lang und ich frage mich ob es ihm wohl einfach zu unruhig ist weiterhin in seinem Beistellbett zu schlafen.
Nach Rücksprache mit T. entscheiden wir beide es mal zu probieren und Joris im eigenen, großen Bett schlafen zu lassen. Vorerst weiterhin bei uns im Schlafzimmer, da er für uns dort schneller erreichbar ist. Gesagt, getan. Das große Bett wird aus Joris' Zimmer in unser Schlafzimmer bugsiert und wir warten gespannt den Abend ab. Es scheint als würde es ohne Probleme klappen ihn im großen Bett schlafen zu lassen. Als ich dann gegen 22 Uhr wieder leise ins Zimmer schleiche, geht das Spiel von vorne los. Gequengel und gequietsche bis ich ihn schließlich neben mir schlafen lasse. So ging es ein paar Tage und wirklich viel Schlaf gefunden habe ich in dieser Zeit nicht. Es schläft sich nämlich nicht besonders bequem, auf nur 40 cm.

T. und ich waren uns schnell einig, dass wir es wagen könnten Joris allein in seinem Zimmer schlafen zu lassen. Wir wollten es zumindest auf einen Versuch ankommen lassen um selbst wieder ein wenig mehr Ruhe in der Nacht zu finden. Also bekam der kleine Mops vor drei Tagen sein "Gute-Nacht-Fläschchen" in seinem Zimmer und danach legte ich ihn in sein eigenes, großes Bett. Babyfon an und ab ins Wohnzimmer. Wie gewohnt drang kein einziger Ton zu uns, Joris schlief ruhig wie eh und je. Es war mega komisch unsere Schlafzimmertür auf einmal offen stehen zu sehen und zu wissen der kleine Mann liegt nun alleine in seinem großen Zimmer.
Wir gingen gewohnt zwischen 22 und 22:30 Uhr ins Bett und da lag ich nun. An Einschlafen war für mich nicht zu denken. Da war auf einmal kein gleichmäßiges Babyschnarchen mehr rechts neben mir, kein Beistellbett. Geht es ihm gut, da drüben? Schläft er ruhig und hat sich auch bloß nicht die Bettdecke über den Kopf gezogen? Ach nein, das geht ja nicht, da der Herzmann in kluger Voraussicht die Bettdecke mit Schnüren am unteren Bettende fixiert hat. Egal, geht's ihm gut? Hat er sich auch nicht auf den Bauch gedreht und liegt nun da, mit dem Kopf in der Matratze???
Klar bin ich zwischen 3 & 12 mal aufgestanden um zu sehen ob es unserem Spatz auch wirklich gut geht. Wie konnte es anders sein, es war alles in bester Ordnung. Joris schlief ruhig, in Rückenlage und die Bettdecke war genau da wo sie hin gehörte. Also wieder ab ins Bett. Irgendwann bin ich dann auch eingeschlafen und hoffte es möge alles gut gehen.

Aus dem Schlaf gerissen wurde ich dann jäh um 6:30 Uhr durch ein lautes Quietschen aus dem Babyfon. Es folgte ein noch lauteres Meckern. Der Herr hatte Hunger. Ich guckte nochmal auf die Uhr.Tatsächlich. Es war 6:30 Uhr. Oh mein Gott! Mein Baby hat das erste Mal allein in seinem Zimmer geschlafen!!! Und er hat die komplette Nacht durchgeschlafen! So geht das nun seit drei Tagen problemlos. Wir legen ihn abends in sein Bett und werden meist zwischen 5 und 6 Uhr am nächsten Morgen von unserem hungrigen Sohnemann geweckt. Ich habe mich daran gewöhnt ohne den Mops an meiner Seite einzuschlafen und von mir aus kann es gerne so weitergehen. Natürlich werden wohl auch mal wieder andere Zeiten kommen, in denen Joris einfach mehr Nähe braucht aber momentan fahren wir super damit ihn allein schlafen zu lassen. Für sein Beistellbett wäre er mit 74,5 cm so wie so demnächst zu groß gewesen.

Wahrscheinlich machte ich mir mal wieder mehr Sorgen als nötig gewesen wären, ob es gut gehen würde und Joris schon so weit ist im eigenen Zimmer zu schlafen. Es fiel mir schon echt schwer ihn nachts nicht mehr bei mir zu haben aber langsam spielt sich alles ein und ich werde ein wenig gelassener. Nichtsdestotrotz bin ich nachts immer in Alarmbereitschaft und springe sofort aus dem Bett, wenn das Babyfon Alarm schlägt. Auch was das angeht wird man wohl mit der Zeit entspannter.
Es ist ein komisches und gleichzeitig schönes Gefühl den nächsten Schritt gegangen zu sein. Daran merke ich immer wie schnell Joris groß wird. Mir persönlich geht das manchmal alles viel zu schnell... Aber auch das gehört zum Mama-Sein dazu.

Bis bald,
eure Lisa

PS.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gern behalten. ;)

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